Bildimpressum

Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue

Foto: BRV

Das Gebiet des Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue erstreckt sich zwischen Lauenburg und Schnackenburg und wird durch die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsiche Elbtalaue mit Sitz in Hitzacker verwaltet und betreut. 

  • Die Verwaltung führt Maßnahmen der Besucherlenkung durch und initiiert und koordiniert zahlreiche Pflege-, Entwicklungs- und Artenschutzmaßnahmen im Gebiet.
  • Bei der Umsetzung von Förderprogrammen der EU für eine nachhaltige, die Natur schonende Landnutzung übernimmt sie die fachliche Begleitung und Beratung. Hierzu gehören Grünlandschutz, Erschwernisausgleich, Biotoppflege und Artenschutz.
  • Bei Planungen und Vorhaben Dritter vertritt sie die Belange des Naturschutzes. Hierzu gehören Raumordnungsverfahren und Bauvorhaben wie Deich- , Straßen- und Wegebau.
  • Die Verwaltung koordiniert und begleitet Forschungsprojekte sowie Maßnahmen der Umweltbeobachtung.
  • Ein zentrales Aufgabenfeld ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Basis für einen grundlegenen, zukunftsorientierten Lernprozess in der Bevölkerung.
  • Im Rahmen des Regionalmanagements arbeitet die Biosphärenreservatsverwaltung eng mit den Kommunen und verschiedenen Interessensgruppen zusammen. Sie wirkt bei Planungsprozessen, der Lenkung von Fördermitteln und der Entwickung innovativer Tourismusangebote mit, die Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung geben.

Ein Beirat wirkt bei wichtigen Fragen der Gebietsentwicklung mit. Als Multiplikator fördert er das Verständnis der ortsansässigen Bevölkerung für den Wert des Biosphärenreservates und die notwendigen Schutzmaßnahmen. Er berät und unterstützt die für das Biosphärenreservat zuständigen Behörden und ist somit eine wichtige Plattform für den Informationsaustausch und die Kooperation in der Elbtalaue. Dem Beirat gehören 20 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, der Landkreise, der Kammern, der Verbände, der Umweltbildungseinrichtungen und der Universitäten und Fachhochschulen an. 

www.elbtalaue.niedersachsen.de

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue


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Ein Biosphärenreservat soll eine "Modellregion für nachhaltige Entwicklung" sein. Im Gegensatz zu anderen Großschutzgebieten liegt in ihrem Fall der Schwerpunkt nicht allein auf dem Schutz der Natur, sondern auf einem tragfähigen Miteinander von Mensch und Natur, das ausdrücklich die wirtschaftliche Entwicklung umfasst. Ein Biosphärenreservat muss demnach verschiedene Aufgaben erfüllen, von der qualitativen Weiterentwicklung der Wirtschaftsstruktur über Naturschutzmaßnahmen bis zu Forschung und Bildung.

Ein Biosphärenreservat ist ein in Zonen unterteiltes Gebiet. In den einzelnen Zonen gelten unterschiedliche Regeln. Das Biosphärenreservat Niedersächsiche Elbtalaue ist in die Zonen A, B und C gegliedet. Schilder weisen vor Ort auf diese Zonierung hin; weiterhin sind am Elbufer "Siedlungsnahe Elbvorlandbereiche" ausgewiesen, die zu Zwecken der Erholung und für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können.

Gebietsteil A (16.540 ha)
Siedlungen und deren Umgebung, land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen.

Gebietsteil B (20.100 ha)
Bereiche, welche die Voraussetzungen eines Landschaftsschutzgebietes erfüllen, überwiegend Grünland, Acker und Wald.

Gebietsteil C (20.120 ha)
Bereiche mit dem Charakter von Naturschutzgebieten wie die Elbe, ihre Auen, die Niederungen der Nebenflüsse, Grünländereien und Wälder einschließlich der Naturdynamikbereiche, in denen auf landeseigenen Flächen eine natürliche Entwicklung einzuleiten ist, u.a. Wälder, Moore, Sümpfe, Gewässer.


Und hier noch einige Fakten:

Das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" erstreckt sich 100 Kilometer südöstlich von Hamburg und dehnt sich von Elbekilometer 472,5 bei Schnackenburg bis Elbe-Kilometer 569 bei Lauenburg in Höhenlagen zwischen 5 bis 109 m über NN aus. Es wurde durch das Gesetz über das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" am 23.11.2002 mit einer Gesamtfläche von 56.760 ha eingerichtet.

Das Gebiet überlagert das 21.780 ha große FFH-Gebiet "Elbniederung zwischen Schnackenburg und Lauenburg" (niedersächsischer Anteil: 227 km²) und das 34.010 ha große EU-Vogelschutzgebiet "Niedersächsische Mittelelbe" (niedersächsischer Anteil: 325 km²).

In der Elbtalaue brüten fast 150 verschiedene Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch, Kranich oder Seeadler. Die vielfältig strukturierten Landschaft bietet etwa 1.300 Pflanzenarten, von denen ca. 400 in ihrem Bestand als gefährdet gelten, ebenso einen Lebensraum, wie die vielen Gewässer den über 40 nachgewiesenen Fischarten.

Insgesamt wohnen 20.000 Menschen in diesem Gebiet, d.h. 35 Menschen leben auf einem km². Im Vergleich dazu: In Hamburg leben 2.257 Einwohner pro km².

Umfangreiches Broschürenmaterial informiert über das Leben von Mensch, Tier & Pflanze an der Elbe.