Bildimpressum

Koordinaten Damnatz

Gauß-Krüger – (3.Streifen)

Rechtswert:

3645806

Hochwert:

5890970

Geografische Angaben

Östliche Länge:

11º10'38,64"E

Nördliche Breite:

53º7'51,24"N

UTM (32 N):

Rechtswert:

32645674

Hochwert:

5889052

Dezimalgradangaben:

Östliche Länge:

11,1774

Nördliche Breite:

53,1308

Tourist-Information Hitzacker

Am Markt 7
29456 Hitzacker (Elbe)
Tel: 05862-96970
Fax: 05862-969724
hitzacker(at)elbtalaue-wendland(pkt)de
http://www.elbtalaue-wendland.de

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Damnatz

Baudenkmal
Kirche Damnatz
Bei der Kirche handelt es sich um einen Fachwerkbau von 1617, einer der letzten Sakralbauten vor dem 30 jährigen Krieg. Innen Kanzel von 1650 in ländlichem Frühbarock und ein eigenartiges Altarbild: Jesus, Born des Lebens; in der Prieche, der einfach gehaltenen Empore, sind noch Einschußlöcher von 1813 zu erkennen, aus der Zeit als sich in den Freiheitskriegen eine französische Einheit in der Kirche verschanzt hatte. Vor der Kirche befindet sich aus dieser Zeit ein Franzosengrab. In dem zweizeiligen Marschhufendorf grasen Schafherden von Zeit zu Zeit am Deich, die Elbwiesen hinter dem Deich werden zur Rinder - Milchviehhaltung genutzt.


Natursehenswürdigkeit & Museum oder anderes kulturelles Angebot
Wölbäcker zwischen Jasebeck und Landsatz: Wölbäcker sind im Mittelalter hochgepflügte Felder. Damals war noch kein Wendepflug in Gebrauch, und der Bauer pflügte im Kreis. Willkommener Nebeneffekt: Die tiefgepflügten Ackerraine beschleunigten die Entwässserung. Heute erfolgt die Trockenlegung durch poröse Drainagerohre. Das Gut Jasebeck ist im Besitz der Familie von Bernstorff und gehörte einst zum gegnüberliegenden Wasserschloß Wehningen. 


           

Freiluftausstellung großplastischer Werke

Freiluftausstellung großplastischer Werke in einem aufwendig gestalteten Garten. Auf einer Fläche von 10.000 m² wurde ein aufwendiges Gesamtkonzept umgesetzt. Die dort aufgestellten dreißig Plastiken wurden zum größten Teil eigens für bestimmte Standorte entwickelt oder aber die Umgebung durch Bodenmodellierung und Bepflanzung so gestaltet, dass eine spannungsvolle Wechselbeziehung zwischen Kunst und Natur entsteht.

Neben Arbeiten der Bildhauer Klaus und Monika Müller-Klug sind Skulpturen von Kollegen zu sehen, mit denen sie durch gemeinsame Aktionen freundschaftlich verbunden sind (Otto Almstadt, Gerson Fehrenbach, Janez Lenassi, Georg Seibert und Hartmut Stielow). Eine Besonderheit des Gartens sind die "Plantings", Kunstwerke aus Holz oder Stein in Verbindung mit Formpflanzen wie Liguster, Buchsbaum, Berberitze oder Alpenrose. Der alte Baumbestand (Eiche, Linde, Blutbuche, Robinie und zahlreiche Obstgehölze) wurde durch Buschgruppen und breite umlaufende Knicks ergänzt, so dass sich dem Besucher immer wieder neue Ausblicke eröffnen.

Entlang der Sichtachsen wird er von Skulptur zu Skulptur geführt, vorbei an einem verwunschenen Teich und wieder zurück auf den Elbdeich mit dem einzigartigen Blick über die Flusslandschaft. Zum Gelände gehört auch eine große Fachwerkscheune als Ausstellungsraum für eine noch im Aufbau befindliche Sammlung. Hier finden im Sommer auch Konzerte mit zeitgenössischer Musik und Theateraufführungen statt. 

Klaus und Monika Müller-Klug,  Am Elbdeich 19,  29472 Damnatz,  Tel: 05865-582, Öffnungszeiten: , Mai, Jul, Aug und Sep jeden 2. Sa. des Monats 15-20 Uhr sowie im Rahmen der Veranstaltung "Gartenräume - Offene Gärten im Wendland". Weitere Termine nach Vereinbarung., Erw. 3 €.

Sei (k)ein Frosch - Amphibische Welten selbst erleben


Moorfrösche im Prachtkleid, Michael Niethe

Ein Radrundweg in der Dannenberger Marsch stellt die verschiedenen Gewässertypen in der Auenlandschaft vor, Infotafeln informieren über ihre Lebensraumansprüche.
Die Ausstellung "Sei (k)ein Frosch" im Alten Rathaus in Dannenberg korrespondiert mit dieser Rundtour.


Natursehenswürdigkeit
Station 8: Amphibische Welten
Die zwischen den letzten Häusern von Damnatz versteckten, rechteckigen Senken direkt an der Strasse sind Menschenwerk. Dort wurde bis 1900 Auelehm zur Ziegelherstellung gewonnen. Flach, sonnig und pflanzenreich erwärmen sich diese im Qualmwassereinfluss stehenden Abbaugewässer schnell. Im Sommer fallen sie trocken. Ein idealer Lebensraum für konkurrenzschwache Arten, denn Fische überdauern hier nicht. Das Äpp-äpp der Laubfrösche und die melancholischen Rufe der Rotbauchunken, die über dem Gewässer zu einer Klangglocke verschmelzen, sind in Mai- und Juninächten kilometerweit zu hören. Zu sehen bekommt man die scheuen, oberseits unscheinbar gefärbten, bis 5 cm großen Unken selten.
 
Das weite Vordeichland von Damnatz ist Winterquartier für Scharen von Enten, Gänsen und Schwänen. An warmen Spätfrühlingstagen hört man sogar die geheimnisvollen Rufe der Rotbauchunken.

 
Station 6: Amphibische Welten
Umzug je nach Wasserstand: Die Lebensräume im Elbvorland wechseln mit dem jährlichen Wasserstand. Sind die flachen Flutmulden im Vorland bei Damnatz lange mit Wasser gefüllt, ertönen hier die langgezogenen uhh-uhh Rufe der Rotbauchunken. In trockenen Jahren sieht man hier nur welliges Grünland. Die Unken sind dann in andere Laichgewässer umgezogen. Der Altarm dagegen, der hier das Vorland durchzieht, führt ständig Wasser. Er ist ein typischer Lebensraum des Seefrosches. Die Männchen bilden Rufgemeinschaften, ihr lautstarkes schnelles "Keckern" ist von Mai bis Juli rund um die Uhr unüberhörbar.
 

Station 7: Amphibische Welten
Die nährstoffarmen Gewässer an der Straße bei Kamerun sind als Amphibiengewässer umgestaltete frühere Fischteiche. Die flachen, am Rande zugewachsenen Tümpel sind wichtige Laichbiotope für Erdkröte und Moorfrosch. Auch empfindliche Arten wie die Rauchbauchunke sind hier zu Hause. Von März bis Juni kann man hier auch Kammmolche beobachten. Den schwarzen Rücken der Männchen ziert in der Wassertracht ein hoher gezackter Rückenkamm. Diese gefährdete Art kann bis zu 18 cm lang werden. Der Teichmolch erreicht nur 11 cm .



Station 5: Amphibische Welten
Kröte sucht Trauzeugen: bei Barnitz blickt man vom Deich aus über ein weitläufiges Elbvorland auf die Dorfrepublik Rüterberg, ein ehemaliges Grenzdorf der DDR. Direkt hinter dem Deich lädt eine ausgedehnte Qualmwassersenke Moorfrosch, Teichmolch und Knoblauchkröte zur Hochzeitsreise ein. Je nach Pegelstand der Elbe kann die Senke lange randvoll sein oder bereits im April trocken fallen. Für Kaulquappen  und Molchlarven ist daher Eile geboten. Trocknet das Gewässer aus, bevor die Metamorphose zum Landleben abgeschlossen ist, haben sie kaum Überlebenschancen.


 

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